Ogier auf dem Weg zu dreimal 100 Punkten bei Jeb Dunnuck

erstellt am: 05.04.2019

Frank Kämmer ließ den Schluck Wein durch den Mund spielen, drehte sich zum Restweingefäß, grinste und drehte sich wieder weg. Offensichtlich hatte er während dem Verkosten beschlossen, dass dieser Tropfen zu gut zum Ausspucken sei. Das ist ein potentieller 100 Punkte Wein, raunte er dann zu mir rüber und wirkte offensichtlich sehr zufrieden mit dem, was Stephane Ogier aus dem Jahrgang 2017 erschaffen hat. Der 2017er Côte-Rôtie La Belle Hélène beendete eine denkwürdige Verkostung bei Stéphane Ogier. Ein Wein mit dem Potential, ein legendärer Wein zu werden, sieht ihn doch die gesamte Fachpresse ganz weit vorne, wobei sich Verkoster wie Dunnuck und Parker nur nicht darüber einige sind, ob nun La Belle Hélène, Lancement oder La Côte Blonde die gelungenste Cuvée darstellen. Einig sind sich aber alle darin, dass Stéphane Ogier auch im Jahrgang 2017 ein ganz großer Wurf gelungen ist. Wir freuen uns bereits auf die Weine des Jahrgangs 2017 und wünschen bis dahin viel Vergnügen mit den weiteren Weinen von Stéphane Ogier.

Das neue Gesicht des Elsass

erstellt am: 09.01.2019

Eines der östlichsten Gebiete Frankreichs, das Elsass, eine sehr bewegte Region: Der Rhein trennt das Elsass von Deutschland, doch die Geschichte ist gleichermaßen geprägt von beiden Nationen. Das gesamte Mittelalter hindurch war Elsass Teil des Heiligen Römischen Reichs. Im Zuge des Dreißigjährigen Kriegs marschierten im Jahr 1639 französische Truppen ins Elsass ein, um dort einen weiteren Einfluss der spanischen Habsburger zu verhindern. Der westfälische Frieden von 1648 zementierte die Herrschaft Frankreichs über das Elsass bis zum Ende des Deutsch-Französischen Kriegs. Mit dem Frieden von Frankfurt 1871 gerieten sowohl die deutsch- als auch französischsprachigen Teile Elsass-Lothringens bis zum Versailler-Frieden 1918 unter deutsche Herrschaft. (mehr …)

Association des Climats de Bourgogne

erstellt am: 28.12.2018

Spricht man im Burgund von „Climat“ so schaut man nicht gen Himmel, man schaut auf den Boden. Auf die feinen Unterschiede, die Bodenstruktur, die Hangneigung, die jedes einzelne Climat zu etwas ganz Besonderem machen.

Die Geschichte des Burgunds ist lang und geologische Zusammenhänge, die noch heute die Climats prägen, haben ihren Ursprung in tropischen Meeren, die vor mehr als 250 Millionen Jahren das heutige Burgund bedeckten. Abfolgen von Kalk und Mergel unterschiedlicher erdgeschichtlicher Epochen von Comblanchien, Cronoiden bis Prémeaux erinnern noch heute eindrucksvoll an Heben und Senken des urzeitlichen Meeres. (mehr …)

Champagne Agrapart & Fils

erstellt am: 13.12.2018

Dieses Champagner-Haus wurde 1894 von Arthur Agrapart, dem Ur-Großvater der heutigen Besitzer Pascal und Fabrice Agrapart, in Avize im Herzen der Côte des Blancs gegründet. Agrapart war stets ein „hausgemachter“ Champagner. Seit der Gründung übernahmen alle nachfolgenden Generationen von leidenschaftlichen Weinmachern ausschließlich selbst den Anbau, die Vinifizierung, die Abfüllung und den Verkauf. Diese Eigenständigkeit gibt der Familie die Möglichkeit, jederzeit alle Stufen der Produktion selbst zu überwachen. Die Weinberge des Hauses liegen geographisch hervorragend im Zentrum der Champagne in als Grand Cru klassifizierten Gemeinden. Sie sind über 52 Parzellen verteilt und die Rebstöcke haben ein durchschnittliches Alter von 35 Jahren, manche sind sogar über 50 Jahre alt. Die Bewirtschaftung nach biodynamischen Methoden, zu denen auch die Weinbergsbearbeitung mit dem Pferd gehört, lassen hier Champagner von großer Eigenständigkeit und Persönlichkeit entstehen.

Die Champagner gehören seit Jahren zur absoluten Elite der Winzerchampagner. Sie zeigen sich stets präzise, mit feiner Frucht und bestechender Mineralität. So bestehen die Weine auch neben Cuvées der „großen Häuser“ und begeistern Fachleute wie Genießer. Zuletzt glänzte Agraparts Vénus als Klassenbester im großen Eichelmann Blanc de Blancs – Vergleich mit 97 Punkten.

Champagne Soutiran

erstellt am: 13.12.2018

Die Wurzeln des Weinguts lassen sich bis ins Jahr 1936 zurückverfolgen. Heute verfügt das Haus über circa 6 Hektar Reben in besten, von Kreide geprägten Grand-Cru-Lagen in Ambonnay. Die Bewirtschaftung erfolgt schonend, es heißt immer mit der nicht gegen die Natur. Die Trauben werden nach der Lese schonend gepresst, die Grundweine auf der Feinhefe ausgebaut, um ihnen bereits zu diesem Zeitpunkt Dichte und Eleganz zu verleihen. Während dieser Zeit lagern die feinsten Weine in Fässern aus dem Burgund, um zusätzliche Komplexität zu gewinnen. Überhaupt hat der Faktor Zeit den größten Einfluss auf das fertige Produkt, und so sieht man es im Hause Soutiran als einen der größten Schätze an. Deshalb lässt man sich besonders viel Zeit für die Produktion. Die Weine reifen mindestens 5 Jahre in der Flasche, bevor sie degorgiert werden, sodass sich schon die Basis-Cuvée außergewöhnlich fein, dicht und verwoben zeigt.

Die äußerst noblen Schäumer gehören zu den absoluten Stammgästen des Vinum Champagner-Magazins und mit Sicherheit zu den absoluten Preis-Leistungs-Highlights.

Champagne Eric Rodez

erstellt am: 12.12.2018

Ganz im Süden der Montagne de Reims, in Ambonnay, befindet sich der Sitz dieses bemerkenswerten Champagner-Hauses. Bereits in der 9. Generation ist die Familie im Weinbau der Champagne verwurzelt, und wenn eines Tages Mickael Rodez Sohn Pol Auguste alt genug ist, die Weinberge zu bewirtschaften, wird es die 10. Generation sein. Mickael Rodez ist heute, nach einigen Jahren der Wanderschaft für die Außenwirtschaft verantwortlich, während sich Vater Eric dem Ausbau seiner außergewöhnlichen Tropfen widmet.
Geprägt durch die Eindrücke etlicher Reisen und Besuche bei befreundeten Winzern entschied Eric für sich, dass konsequenter Weinbau im Einklang mit der Natur beginnt. So adaptierte Eric Praktiken des biologischen als auch biodynamischen Weinbaus, ohne dabei in dogmatische Schemen zu verfallen. Seine Motivation, sich und seinen Betrieb stetig weiter zu entwickeln, seine ganzheitliche Betrachtung von landwirtschaftlichen Prozessen und sein ehrlicher Einsatz für Biodiversität im Weinberg führten dazu, dass die Domaine im Jahr 2012 als erster landwirtschaftlicher Betrieb Frankreichs als sogenannter Haute-Valeur-Environnmentale-Betrieb ausgezeichnet wurde. (mehr …)

Champagne Pierre Paillard

erstellt am: 11.12.2018

Die Familie Paillard baut nun schon in der 8. Generation Wein in der Champagne an. Im Jahr 1946 wurde die eigene Marke in Bouzy von Pierre Paillard gegründet. Der Betrieb wird heute von seinem Sohn Benoît Paillard geleitet, während mit Antoine Paillard bereits die nächste Generation in den Betrieb drängt. Die Weinberge der Familie verfügen über einen für die Region ungewöhnlich hohen Chardonnay-Anteil, die Rebstöcke weisen ein bemerkenswert hohes Alter auf. Einige Lagen wurden bereits Mitte der 50er Jahre angelegt. Die Weine werden gesondert nach Rebsorten und Parzellen ausgebaut. Vermehrt setzt man auch im Hause Paillard auf Einzellagen-Cuvées, die den einmaligen Charakter von Region und Rebbestand einfangen. Die Grundweine werden alle auf der Feinhefe ausgebaut und durchlaufen den biologischen Säure-Abbau. So entstehen druckvolle Champagner mit Tiefe und Charakter, die nur in geringen Mengen mit Dosage versehen werden.

Die Weine sind außerordentlich rasant. Mit geringer Dosage verkörpern sie einen außergewöhnlich reinen Champagner-Genuss. Noch sind die Weine der Brüder Geheimtipps, dennoch fanden sie bereits im Meiningers Sommelier Magazin Erwähnung als Tipp für Bouzy.

Champagne Philippe Glavier

erstellt am: 10.12.2018

Im Nordwesten der Côte de Blancs in Cramant befindet sich das Weingut der Familie Glavier. Insgesamt 4,5 Hektar bewirtschaften Philippe und seine Frau Véronique nun schon in 3. Generation.
Die insgesamt 49 Parzellen der Familie verteilen sich neben Cramant auf die weiteren Grand-Cru-Dörfer Mensil Sur Oger, Oger und Avize. Auf den Kreide-Böden mit dünner Auflage findet der Chardonnay beste Voraussetzungen, sein herrlich mineralisches Gesicht zu zeigen. Der Ausbau der Weine erfolgt im Stahltank mit anschließendem Ausbau auf der Feinhefe. Die malolaktische Gärung wird während dem Ausbau vollzogen. So entstehen frische, mineralische Blanc de Blancs mit weichem Mundgefühl auf aller-höchstem Grand-Cru-Niveau.

Champagne Pertois Moriset

erstellt am: 09.12.2018

Der Weingutsbesitz entstand durch die Hochzeit von Yves Pertois und Janine Moriset. Beide entstammen alten Winzerfamilien der Côte des Blancs. 1951 entschieden sich die beiden, in Mensil sur Oger Champagner unter eigenem Namen zu vermarkten.
Heute wird das Weingut in der dritten Generation von der Enkelin Cécille und ihrem Mann Vincent geführt. Es erstreckt sich mittlerweile auf 12 Hektar mit Chardonnay bestockter Rebfläche an der Côte de Blancs sowie 6,5 Hektar mit Pinot Noir und Chardonnay bestockter Weingärten an der Coteaux Sézannais.
Diese Weingärten werden schonend bearbeitet, ohne dabei dogmatisch einer Philosophie anzuhängen. 2009 wurde noch einmal umfassend in Ausstattung, Cuverie und Kellertechnologie investiert. So ist man heute in der Lage, durch genaue Temperaturführung die malolaktische Gärung zu unterbinden, um die typische Frische der Côte des Blancs einzufangen.

Champagne Mouzon Leroux & Fils

erstellt am: 08.12.2018

Die Wurzeln des Unternehmens lassen sich bis ins Jahr 1776 zurückverfolgen, und noch heute bewirtschaften Mutter Pascale, Vater Philippe und Sohn Sébastien Mouzon das 7,5 Hektar große Weingut gemeinsam. Die Verantwortung trägt aber mittlerweile Sohn Sébastien, wobei der Genrationswechsel früh eingeleitet und auch konsequent vollzogen wurde. So stellte man bereits 1997 auf biologische Bewirtschaftung um, 2008 vollzog man auf Sébastien Wunsch die komplette Umstellung auf biodynamischen Anbau. Diese Umstellung geschah aus der tiefen Überzeugung, dass nur der gesunde Austausch zwischen lebendigen Böden, Klima und Rebstöcken einen wahrhaften Champagner mit unverwechselbarem Terroirbezug schaffen kann. Die so entstandenen Champagner werden als Natural by Sébastian Mouzon vertrieben, während die „nur“ biologische Serie von Pascale und Philippe ausläuft.
Gelegen in der Montagne de Reims im Städtchen Verzy genießen sämtliche Cuvées Grand Cru Status. Die per Pferdepflug bewirtschafteten Reben stehen hier auf lehmigen Kalk- und Kreide-Böden, wobei im Osten der Stadt vor allem Chardonnay gedeiht, während die westlichen Weinberge, wie so oft in der Montagne, dem Pinot Noir vorbehalten sind.

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